Wochenbericht 23 [KW 10 – 2014]

Bislang verlief unsere Haussanierung relativ reibungslos. Wir hatten wenig Verluste, keine Verletzungen und und und … Wir hatten gehofft, dass was uns vor dem Hauskauf widerfuhr zählt für die gesamte Sanierungsphase.  Doch es war nicht so.

Trotz aller Vorsichtmaßnahmen und Überprüfungen erwischte es uns. Mitten in der Nacht, wie meistens, und ich hatte Nachtschicht. In unserem Bad löste sich in der Zwischenwand eine Verbindung an der Zuleitung zur Wannenarmatur.
Im Bad blieb es erstaunlicherweise relativ trocken, da das Wasser innerhalb der Zwischenwand zum  „Versorgungsschacht“ direkt nach unten floss. Dummerweise hatte wir zwischen den Decken/Bodenbalken alte Lehmwickel und in der Küche eine alte Gipsdecke. Und genau dort dazwischen lief das Wasser. Ich denke, die Bilder unten zeigen recht gut, wie sich das Wasser sein Weg gesucht hat.

Die Wände trocken zu legen, sollte nicht schwierig sein. Unser großes Problem ist die komplett nasse Lehmdecke in der Küche. Eigentlich wollen wir die nicht raus machen. Schließlich ist der Naturbaustoff der beste Dämmstoff und wir vermuten, dass sie auch ein paar 100 Jahre auf dem Buckel hat.
Nach dem ersten Anruf bei der Versicherung erhielt dieses Vorhaben einen Dämpfer. Der Gutachter sollte erst nächste Woche kommen. Und bis dahin sind uns die Hände gebunden.
Wir versuchten die Tropfsteinhöhle Küche in eine heiße Zone zu verwandeln, damit wir die Decke mit unseren bescheidenen Mittel trocknen können. Wir besorgten uns von Freunden Holz und befeuerten unseren Küchenofen 24 Stunden lang und lüfteten regelmäßig. So hatten wir fast durchgängig 24-25°C Raumtemperatur.

Doch die Decke verfärbte sich immer mehr und der Geruch nach feuchten gammligen Lehm nahm immer mehr zu. Ich denke, hier haben wir bestimmt ein Fehler gemacht. Vielleicht hätten wir ohne Rücksicht auf den Gutachter die Gipsdecke mit der Holz-/Strohzwischendecke runter holen sollen. So wäre mehr warme Luft an das Lehm gekommen und …
Doch als Laie und im Schockzustand kam uns dieser Gedanke nicht.

Wir hatten aber noch Glück im Unglück. Sämtliche Tapeten im Gäste-WC, Küche und teilweise im Flur waren unten. Der Wasserschaden in der Decke beschränkte sich auf den Bereich der Küche, Gäste-WC und teilweise Flur. Angrenzende Deckenbereich in der Wohnstube und im Esszimer, sowie die Außenmauer blieben verschont. Auch die Schäden an unserem Material (Fliesen und Vinylboden) und Werkzeuge, welche in der Küche lagen, hielten sich in Grenzen und waren nur minimal.

Somit gab es erstmals in den 23 Wochen einen unfreiwilligen Baustopp.
Da wir im Haus nichts machen konnten, als auf den Gutachter zu warten, hat sich Heike dem Garten angenommen. Was sie gemacht hat, könnt ihr in diesem Bericht lesen.

Jörg

Über uns Jörg

Wanderer in Online- und Realwelt. Familienmensch. Hobby-AH-Fußballer beim TSV Maulbronn. Fan und Mitglied des VfB Stuttgart 1893 e.V

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