Wir sind immer noch nicht im Haus

Ja, wir sind immer noch nicht im Haus. Eigentlich sieht man so was nur im TV, doch wir dürfen es bis dato auch erleben, wenn Mieter das Haus (trotz Kündigung) nicht verlassen wollen. Und wir wissen nicht, wie lange es noch gehen wird. Stand der Dinge (Ende August 2013) ist, dass alles von einem Gericht geregelt werden muss.

Über einen ähnlichen Fall, wie unseren, haben wir im Internet gelesen. Leider wissen wir nicht mehr wo, darum hier ein Gedächtnisprotokoll:

[Personen und Handlungen sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig]

„Vor vielen Jahren hat sich Familie A. ein altes Häuschen gekauft. Man wollte es sich neu herrichten. Baute eine neue Heizung ein und begann das Haus zu renovieren. Doch dann kam die Finanzkrise. Das Geld wurde knapp und das Haus der Familie A musste Zwangsversteigert werden. Herr Z. ersteigerte es und lies die Familie A in dem Haus weiterwohnen, natürlich mit Mietvertrag. Familie A zahlt aber keine Miete, da sie sich angeblich ‚über den Tisch gezogen’ fühlt. Herr Z. will dies natürlich nicht. Da Reden und Mahnungen nicht halfen, wurde der Mietvertrag gekündigt. Außerdem entschloss sich Herr Z. das Haus zu verkaufen. Ein Maklerbüro fand schnell einen Käufer. Familie T. bestand aber darauf, dass das Haus komplett leer, also auch ohne Bewohner, ist. Herr Z. sagte Okay und teilte der Familie A mit, dass sie in zwei Monaten aus dem Haus sein müssen, da er es verkaufen will und die neuen möglichen Eigentümer alles selbst nutzen wollen. Familie A. versprach, dass sie bis dahin raus sind. Schließlich haben sie schon einen Wohnung in Aussicht und da fehlt nur noch die Unterschrift.

Doch es sollte anders kommen, wie man denkt.
Familie A. zögerte den Auszug hinaus. Sie räumten bissel hin und her und versprachen von Monat zu Monat, dass sie das Haus verlassen werden. Doch man sah nie so richtig, dass sich was tat. Das Anwesen um das Haus verkam immer mehr. Strom und Heizung war abgestellt. Trotz Zusicherung von Umzugshilfe, Hilfe bei der Wohnungssuche und das sie sich nicht um die Räumung kümmern müssen, ist Familie A. nicht dazu zu bewegen, das Haus freiwillig zu verlassen. Nach einigen Monaten sah Herr Z. keine andere Möglichkeit, die Herausgabe des Hauses vor Gericht einzuklagen. …“

Soweit die Geschichte.
Warum man bei uns die freiwillige Herausgabe der Schlüssel verzögert, ist nicht klar.

Im Laufe der Monate sind ein vernünftiges Gespräch und eine gütliche Einigung in weite Ferne gerückt. Zugesagte Hilfen, Zugeständnisse wurden nicht angenommen und gemachte Versprechen nicht eingehalten werden. Mehrer Fristen wurden ausgeschlagen bzw. lies man verstreichen.

Jetzt warten wir den Gerichtstermin ab und hoffen, dass wir bald in unsere Eigenen 4 Wände einziehen können.


UPDATE – 10. September 2013

Nach einer Verschiebung des Gerichtstermins um eine Woche, gibt es nun eine Entscheidung.
Die Bewohner räumen freiwillig bis Mitte September das Haus und übergeben den Schlüssel und das Haus an den aktuellen Besitzer. Er macht dann das Haus leer und Ende September könnte es dann zum 2. Notartermin kommen.
Wenn alles „Gut“ läuft, dürften wir noch dieses Jahr Besitzer eines Hauses in Maulbronn sein.

Jörg

Über uns Jörg

Wanderer in Online- und Realwelt. Familienmensch. Hobby-AH-Fußballer beim TSV Maulbronn. Fan und Mitglied des VfB Stuttgart 1893 e.V

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